PIU Versorgungsskala · Schweiz

Versorgungssicherheit im Blick.

Die PIU-Versorgungsskala für die Schweiz steht aktuell bei 6,7 von 10. Die Schweiz ist heute weiterhin versorgt. Gleichzeitig haben sich mehrere Belastungen und Risiken verdichtet, deren Folgen teilweise erst in den kommenden Monaten sichtbar werden.

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6,7 bedeutet nicht, dass die Schweiz heute nicht mehr versorgt wäre.

Lebensmittel, Energie, Treibstoffe und andere wichtige Güter sind grundsätzlich verfügbar. Die Skala ist als Frühwarn- und Lageeinschätzung gedacht und berücksichtigt deshalb auch bereits eingetretene Schäden, beanspruchte Reserven und Risiken, die in den kommenden Monaten auf die heutige Situation treffen können.

Aktuelle Einschätzung

Warum die Versorgungsskala auf 6,7 gestiegen ist

Entscheidend ist nicht jedes einzelne Risiko für sich, sondern die mögliche Überlagerung mehrerer Belastungen.

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PIU VersorgungsskalaSchweiz · 6,7 von 10
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Zeitverzögerte Folgen

Aus einem trockenen Sommer kann eine längere Versorgungskette entstehen

Besonders in der Landwirtschaft wirken viele Folgen nicht sofort. Eine heutige Belastung kann deshalb für die Versorgung im Jahr 2027 relevant werden.

1Dürre & Hitzewelle

Belastung von Wiesen, Weiden und Futterpflanzen.

2Weniger Heu, Silage & Futtermais

Weniger verfügbares Futter aus der laufenden Saison.

3Winterreserven früher genutzt

Vorräte werden bereits vor dem Winter beansprucht.

4Schlachtungen & Bestandsabbau

Kurzfristig kann zusätzliches Fleisch auf den Markt kommen.

5Weniger Tiere

Später weniger Milch, Fleisch sowie Mist und Gülle.

6Höheres Risiko 2027

Folgen können deutlich über den aktuellen Sommer hinausreichen.

Landwirtschaftweniger Vieh → weniger Hofdünger
+
Zusätzliches RisikoEnergie → mineralische Düngemittel
Der entscheidende Punkt

Nicht jedes Risiko für sich. Sondern ihre mögliche Überlagerung.

Landwirtschaft, Energie, Handel und Logistik sind miteinander verbunden. Belastungen können sich deshalb gegenseitig verstärken.

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Produktionsbasis

Eine Reduktion von Tierbeständen kann die spätere Milch- und Fleischproduktion beeinflussen und zugleich Hofdünger verknappen.

Energie & Betriebsmittel

Landwirtschaft hängt auch von Energie, Treibstoffen, Düngemitteln und funktionierenden Produktionsketten ab.

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Import & Logistik

Niedrigwasser, Konflikte oder Handelsbeschränkungen können Transport- und Importkapazitäten einschränken.

Vorsorge kann nicht erst beginnen, wenn internationale Märkte nicht mehr liefern. Sie muss stattfinden, solange Waren verfügbar sind.

Offener Brief an den Schweizerischen Bundesrat

Vorschau des UnterzeichnungsblattsVorschau des offenen Briefes an den Schweizerischen Bundesrat
📄 Offener Brief · 28. August 2026
Offener Brief an den Bundesrat

Jetzt vorsorgen, solange Handlungsspielraum besteht

Wir bitten den Schweizerischen Bundesrat, vorhandene Möglichkeiten zur Vorsorge zu nutzen, bevor mehrere Belastungen gleichzeitig auf geschwächte Puffer treffen.

1
Versorgungsstände transparent und regelmässig kommunizieren

Ein verständliches öffentliches Lagebild über Pflichtlager, Reichweiten, Unterdeckungen und kritische Versorgungsketten.

2
Pflichtlager überprüfen, vergrössern und um neue Kategorien ergänzen

Reserven sollen auch auf gleichzeitig gestörte Import-, Energie- und Produktionsketten ausgerichtet werden.

3
Zusätzliches Schlachtaufkommen als Zeitfenster für Reserven prüfen

Geeignetes Schweizer Fleisch könnte verarbeitet und lang lagerfähig als strategische Lebensmittelreserve eingelagert werden.

4
Landwirtschaftliche Produktionsbasis als Versorgungskette schützen

Futter, Tierbestände, Milch- und Fleischproduktion, Hofdünger, Düngemittel, Energie und Logistik zusammen betrachten.

Mitmachen

Unterstützen Sie den offenen Brief

Das Versandpaket enthält bereits den offenen Brief und ein Unterzeichnungsblatt. Zusätzliche Unterzeichnungsblätter können ergänzt werden.

1Versandpaket öffnen

Brief und Unterzeichnungsblatt herunterladen oder ausdrucken.

2Unterzeichnungsblatt ausfüllen

Name, Ort, Datum und Unterschrift eintragen; Kontaktangaben sind optional.

3An den Bundesrat senden

Unterzeichnungsblatt zusammen mit dem offenen Brief versenden.

4Kopie an PIU senden

Damit nachvollziehbar wird, wie viele Schreiben den Bundesrat tatsächlich erreicht haben.

EmpfängerSchweizerischer Bundesrat

c/o Schweizerische Bundeskanzlei
Bundeshaus West
3003 Bern

Kopie des versandten SchreibensPIU Ethics

C.P. 2647
6502 Bellinzona

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Einordnung der Skala

Die PIU-Versorgungsskala ist eine Lage- und Frühwarneinschätzung von PIU Ethics und keine amtliche Bewertung. Die Zahl 6,7 bedeutet ausdrücklich nicht, dass aktuell eine allgemeine Versorgungskrise besteht. Sie soll sichtbar machen, wie sich Schäden, beanspruchte Puffer und mögliche Folgewirkungen überlagern können.

Stand der Skala: 27. August 2026 · Version 4 · Offener Brief: 28. August 2026

Noch besteht Handlungsspielraum. Nutzen wir ihn.

Vorsorge ist am wirksamsten, solange Märkte funktionieren, Waren verfügbar sind und Reserven aufgebaut werden können.

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